Wir sind schon gegen halb 6 Uhr morgens wach. Micha wollte noch duschen gehen. Und wir müssen den Hund noch wegbringen. Donnerstag Abend haben wir es nicht mehr geschafft. Aber so konnte ich auch noch mal knuddeln mit ihm und die halbe Nacht hat er wieder bei mir geschlafen. Ich hatte schon komische Träume und Micha hat auf „Verlustangst“ getippt .
Naja gegen 7 Uhr kamen wir auch sogar pünktlich los und das will bei uns echt schon was heißen ;o) Also zum Flughafen. Mit unserem Koffern zum Lufthansa Schalter und eingecheckt. Wir haben ja leider schon vorher gewusst, das wir nur Plätze in der Mitte bekommen. Aber solange wir wenigstens zusammen sitzen, ist es mir fast egal. Micha fragte trotzdem nochmal nach, ob sich zwischenzeitlich nicht noch was ergeben hat. Nee, nicht wirklich ;o)
Dann sind wir los zur Hundepension. Unterwegs noch ein Schokocroissant geholt. Ach herrjeh, wir müssen ja Felix noch krank melden. Also Handy geschnappt. Erst war immerzu besetzt. Dann hat es durch geklingelt und keiner ging dran. Dann war wieder dauerbesetzt *grrrrrr* Als ich schon aufgeben wollte („Sch… was machen wir jetzt?“) ging plötzlich doch jemand ran. Ich also erzählt, das es Felix letzte Nacht echt übel ging. In dem Moment meinte eine Stimme „Biegen Sie bitte in 200m links ab!“ So schnell konnte ich gar nicht den Hörer zu halten. Mist. Vielleicht kann ich ja später mal drüber lachen. An dem Tag wars einfach nur voll peinlich.
An der Hundepension, die etwa 30km hinterm Flughafen lag,, ging alles relativ flott. Schnuupi bekam sein „Uralubsdomizil“ zugewiesen und wir machten alle wichtigen Angaben zu den Impfungen und unsere Telefonnummern. Er durfte garnichts behalten, auch nicht sein Halsbanderl. Also wir ins Auto stiegen, musste ich doch ei paar Tränchen verdrücken. Der kleine Kerl wird mir abgehn. Ich weiß aber das es ihm in New York nicht gefallen würde. Unterwegs musste ich noch 2 Anrufe tätigen. Ich hatte ja ne ganze Liste von meinem Englischlehrer bekommen mit Tipps von New York, weil er dort mal gelebt hat. Aber die hatte ich Schussel natürlich zu Hause liegen lassen. Ich bat zwei Kollegen, mir die Liste zuzuschicken. Na einer von beider wird das ja wohl auf die Reihe bekommen ;o)
Als wir dann das Flughafengebäude wieder betraten, traf mich fast der Schlag. Die Schlange bei Lufthansa war durchs gesamte Terminal. Micha holte noch seine Sonnenbrille aus dem Auto (hahaha, wir lachen später), ich schonmal zum Bäcker und noch ne Kleinigkeit zu essen besorgt. Ich war total entzückt als ich sh, das dort ein Starbucks seine Pforten geöffnet hat. Ich liebe Starbucks einfach!
Micha kam mit einem Kollegen vom Flughafen zurück. Schick sah er aus in seinen Arbeitsklamotten. Ich kannte Jörg sonst nur immer in Freizeitkleidung. Der nahm uns dann unsere Getränke ab (denn er darf sie mit in den Sicherheitsbereich nehmen) und wir gingen erstmal durch die Sicherheitskontrolle. Komischerweise fragte nicht ein Einziger nach meinen Spritzen. Nee, so lange es Medikamente sind, darf man alles mitnehmen. Eben auch Spritzen. Keiner fragte nach meiner Bescheinigung vom Arzt, die ich extra noch besorgt hatte. Da haben sie immer so ne Angst und dann lassen sie mich einfach so mit den Spritzen an Bord. An der letzten Passkontrolle (aber noch vor der letzten Sicherheitskontrolle, die muss man zweimal nach Amerika mitmachen) stand ein junger Mann. Sah Felix an, schaute auf seine Uhr und fragte „Na, es ist jetzt halb 11. Ist denn keine Schule mehr?“ Ich antwortete darauf „Nee, er ist krank! Sehn sie nicht wie schlecht der aussieht?“ Das Grinsen wurde noch breiter. Er schaute unsere Pässe an, gab sie uns zurück, wünschte einen guten Flug und rief uns hinterher „Und gute Besserung natürlich!“
Der Flug verlief recht harmlos und ich brauchte meine Reisekaugummis nicht. Obwohl das Wetter über New York ziemlich schlecht war und es doch etwas ruckelich wurde. Kaum angekommen, machten wir gleich Bekanntschaft mit zwei New Yorker Phänomenen.
1. Den einzigartigen Einreisebestimmungen
Lustig, bei Micha wollte der Fingerabdruck erst nicht richtig. Also sollte er erst seinen rechten Zeigefinger hintern rechten Ohr rubbeln. Ging immernoch nicht. Also hinterm linken Ohr rubbeln. Immernoch nichts. Dann an der Stirn rubbeln. Schade, das man dort keine Fotos machen durfte. Sah echt lustig aus *grien*
2. Schlange stehen … und zwar nicht zu wenig. Die Schlange am Taxistand war unheimlich lang. Aber da irgendwie alle New Yorker Taxis an dem Tag am Flughafen waren, hat man auch nicht ewig gewartet. Das Schlimme war nur … im Taxi wurd mir echt übel. Auch die Kaugummis halfen nicht wirklich. Dase einzige was sie bewirkten, war das meine Zunge taub wurde *hmpf*
Als erstes nach dem einsteigen ins Taxi, hat sich der Fahrer für das schlechte Wetter entschuldigt. Aber er machte uns auch Hoffnung, das es die nächsten Tage besser werden würde. Auch lernten wir gleich das typische tägliche Verkehrschaos kennen. Wäre aber ganz normal. Nun, er muss es ja wissen ;o)
Das Hotel ist nicht das Plaza und auch nicht das Millenium Hilton. Aber das wussten wir vorher und es liegt total gut mitten in Chinatowm und Nähe von little Italy. Das Zimmer hat zwei große Doppelbetten, aber zu dritt ist es schon recht eng. Aber wir haben ja vor, eh den ganzen Tag untewegs zu sein ;o)
Kaum aus dem Taxi ausgestiegen, kam ein Hotelboy angerannt und riss uns die Koffer aus der Hand. In der 2. Etage, die ja hier in Amerika ja eigentlich erst die erste Etage ist, war die Rezeption. (*äh umgekehrt, ihr wisst schon was ich meine) Ich verstand sogar fast alles was man uns erzählte. Aber ich konnte mich kaum konzentrieren, da es mir nach dem aussteigen aus dem Taxi irgendwie immer schlechter ging. Im Zimmer musste ich mich erstmal hinlegen und verschnaufen. Fast ne ¾ Std später (Felix und sogar Micha hat es nämlich auch dahin gerafft) wollten wir nochmal los.
Naja mit uns Europäern kann man es ja machen. Es wäre nie nie nie im Leben in dieses Zimmer ein Amerikaner eingezogen. Unsere Zimmernummer war nämlich die 911.
Nachdem ich mich einigermaßen erholt hatte, ging es auf Richtung Broadway. Es gibt ja bekanntlich kein schlechtes Wetter. Nur schlechte Kleidung. Also störte es uns nicht wirklich das es regnete. Außerdem hatten wir ja nur diese eine Woche. Es gab keine Zeit zu verlieren ;o) Aber der Regen und vor allem der Wind wurden immer heftiger. Unser kleines Tchiboschirmchen machte alle paar Meter schlapp. Und in den Mülleimern an der Straße steckten überall schon kaputte Schirme.
Wir schauten uns aber noch das Woolworth Building an. Es war schon alles faszinierend. Hier gab es nicht ein kleines Haus. Alles ist ne Nummer (oder zwei, oder drei) größer als in Deutschland. Meine Kamera klickte in einer Tour. Ich fotografierte alles was mir vor die Linse kam.
Vom Woolworth Building aus ging es weiter Richting Ground Zero. Man sieht da nicht wirklich viel, weil ja die ganze Baustelle abgesperrt ist. Und dort, genau daneben liegt dann auch das Millenium Hilton. *boah* war das ein Bau. *jammer* Schatz, warum sind wir hier nicht abgestiegen?
Der Regen wurde nun so richtig heftig. Und darum machten wir uns auch auf den Rückweg zum Hotel. Meine Schuhe fingen an und quietschten so komisch und machten so seufzgeräusche. Spaßig nennt man was anderes. Wir haben uns dann noch schnell im Subway gegenüber vom Hotel noch was zu essen besorgt und mitgenommen. Als wir dann ins Zimmer kamen, trieften alle Klamotten nur so. Nebenbei beim Essen haben wir uns den ersten englischen Film reingezogen. Braveheart. Und was hab ich da wieder geheult. Aber egal in welcher Sprache …. der Film ist einfach nur phantastisch.
zuckersternchen - 9. Mai, 23:03
*wink*
Nach unserer Rückkehr gibts auch die "Auflösung" . Ich verrate nur soviel .... der kleine "Verbrecher" darf mit uns ;o)
zuckersternchen - 9. Mai, 06:46